Berliman rettet die Protzkeule

Wir befinden uns in Berlin, der deutschen Hauptstadt, heute ist der 14.02.2006. Es ist der glorreiche Tag an dem die Telekom ihr wohl wirksamstes, magenta-silber-farbendes Werbeprojekt seit Beginn der Geschichtsschreibung hat fertig stellen können. Die Kugel des Fernsehturms am Berliner Alexanderplatz wurde extra für die WM in einen riesigen Fußball verwandelt, allerdings nicht ohne Folgen…
Lichtjahre von unserem Heimatplaneten entfernt, wird es leider fehlinterpretiert, was unser allseits geliebter und größter Telekommunikationsanbieter da feines angestellt hat. Die Bewohner des Planeten Malmeck sind es, die auf diese vermeidliche sportliche Herausforderung anspringen, indem sie in ihre Sternenkreuzer springen… Der Kurs ist klar definiert: 23 ,000523 Grad südlicher Quadrant der Milchstraße, an Board ihre zwei besten Spielroboter, die Suplayaz. Jeder mit einer stattlichen Größe von 257,6345 Metern und einer Trittkraft in den riesigen Beinen, die die 30 Meter Durchmesser betragenden und 150 Tonnen schweren malmecker Fußbälle spielend auf eine Geschwindigkeit jenseits der 8 fachen Schallgeschwindigkeit beschleunigen können. Auf Malmeck spielt man Fußball nämlich in etwas anderen Dimensionen, als auf unserer kleinen Erde!

Genau 23 ,5 Stunden später klopfen die Sternenkreuzer auch schon dezent an unsere Stratosphäre und streben an, den sportlichen Wettkampf mit uns Menschen beginnen zu lassen. Über Berlin wird augenblicklich der Ausnahmezustand verhängt. Der schnellstens einberufene Krisenstab unter der Leitung von General Schmidt versucht fieberhaft einen Ausweg, vorbei an der Pulverisierung der Hauptstadt zu finden. Sie greifen zum grünen Hörer und rufen unseren Retter in der Not: Berliman (ausgesprochen: Bährliemän).

Nur er alleine wird jetzt noch in der Lage sein das Blatt zu wenden und die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren. Am Alex eingetroffen zaubert Berliman fix seinen Hologramgenerator aus der Innentasche seines Superheldenanzuges und projiziert ein exaktes Abbild des Turms direkt neben dem Original. Gerade noch rechtzeitig vor dem Anstoß! Einer der beiden Spielroboter tritt… und trifft natürlich… ins Leere. Er kommt aus dem Gleichgewicht, taumelt und fällt krachend zu Boden. Ungeachtet der Tatsache, dass der gestürzte Roboter genau auf dem Bahnhof gelandet ist und der zweite gerade aus einem Wutanfall heraus das Forumhotel zu essen beginnt, rast unser Superheld mit seinem Berlicar schnell zum Flughafen Schönefeld, wo bereits sein Berlijet auf ihn wartet. Eingestiegen und ab geht die Post. Mit zwei gekonnten Umkreisungen und einem Stahlseil im Schlepptau fesselt unser Berliman den zweiten Roboter und rast mit ihm geradewegs zum Mond. Setzt ihn und all seine Malmecker Insassen dort ab und fliegt zurück auf die gute, alte Mutter Erde, um sein Feierabendpilschen zu genießen. Da wir Menschen ja allgemein nicht so unfreundlich sind lässt er den Malmeckern natürlich noch ein paar Fernrohre da, damit sie der WM wenigstens aus der Entfernung beiwohnen können. Und wieder einmal hat uns Berliman vor einer der schlimmsten Katastrophen der Menschheit gerettet…



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3 Responses to “Berliman rettet die Protzkeule”

  1. a gravatar 1 Timo

    Ich weiß auch nicht, wie ich auf so etwas gekommen bin…

  2. a gravatar 2 Rasmus

    Echt lustige, fantasiereiche Story. :-) “der zweite gerade aus einem Wutanfall heraus das Forumhotel zu essen beginnt” lol
    Das erinnert mich an eine Simpsons Folge, wo auch solche komischen Kreaturen Springfield verwüsten.

  3. a gravatar 3 Timo

    Dankeschön :)

  1. 1 Herr Timo » Blog Archive » Wilkommen im Arbeitsministerium


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