Archiv f�r Januar, 2006

Hauptstadtgolf

Wie Malum bereits vor einiger Zeit berichtete, kann man in Berlin nicht nur „richtig“ Golf spielen, sondern auch virtuell. Eine dritte Art müsste allerdings ebenfalls genannt werden: das Stadtgolfen.

Keine Etikette, keine karierten Hosen. Selten eine Schirmmütze gegen den drohenden Sonnenstich. Hier geht es nicht um Millionen, nicht um Prestige. Es gibt keine Aufregung. Kein Nervenkitzel, ob der bevorstehenden Niederlage – das Ziel ist das Spiel, der Spaß und gemeinsam eine schöne Zeit zu erleben. Miteinander, selten gegeneinander. Statt des Brandys nach dem Spiel und dem erfolgreichen Geschäftsabschluss, gibt es hier ein Bierchen als „Zielwasser“ vorweg.  Kein gepflegter Rasen, kein perfektes Green. Dreck, Matsch, Steine und zerstörte Häuser sind der Untergrund.

Regeln? Gibt es derer vier, damit sie sich jeder auch leicht merken kann!

  1. Der Ball ist durch einen oder mehrere Schläge in das ausgesuchte Ziel zu befördern.
  2. Der Ball sollte mit dem Schläger gespielt  werden
  3. Gut ist, wer weniger Schläge, als die anderen braucht
  4. Einen unspielbaren Ball gibt es nicht

Der Zaun um den Platz ist nicht zum Schutze der Spieler vor der Außenwelt, vielmehr hätte der Zaun eigentlich den erwählten Ort vor den Spielern schützen sollen. Auf 18 Löcher kommt man selten, oft gibt es ein Spiel ohne Gewinner.

Berlin, die Stadt der Baustellen, also auch die Stadt der Golfer, die sich selbst nicht Golfer nennen. An jeder Ecke ergeben sich Gelegenheiten zum Abschlag und traumhafte Ziele, um ein bisschen Spaß zu haben. Mülleimer, Abflussrohre oder Einkaufswagen, selten steht man zweimal auf dem gleichen Platz. Geht einmal ein Ball verloren, wird nicht ein neuer vom Caddie angefordert, man sucht! Mitunter durchaus lange… Auf diese Art und Weise findet man auch hier die Möglichkeit zur gepflegten Konversation.
Die Schläger kauft man auf dem Flohmarkt. Die Bälle, dass bleibt Betriebsgeheimnis

Wer Lust auf mehr hat, kann sich hier einmal umsehen oder auch einfach diesen kurzen, etwas älteren Videofilm genießen:

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Germany’s next Topmodel

Einen aktuellen Beitrag gibt es hier

Frau Timo ist eine fette Tonne,

zumindest wird das dem Zuschauer der neuen Pro 7 Produktion „ Germany’s next Topmodel “ suggeriert. H. K. sucht ihre nächste Konkurrentin selbst aus und Pro 7 hat es sich nicht nehmen lassen, eine riesige „we love to entertain you“-Aktion aus dem Boden zu stampfen.

Die Fernsehgeschmacklosigkeit geht in die nächste Runde. Einem von 32 Mädchen wird der Traum der großen Modelkarriere versprochen, wenn es erfolgreich allen anderen die Augen ausgekratzt hat. Doch im Moment scheint Neid und Gewalt noch hinter dem anfänglichen Phänomen der entdeckten Gemeinsamkeit der Unterdrückung von Seiten der Juri zu stehen.

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Tage wie dieser

Es gibt Dinge, die ich mag. Genauso gibt es auch durchaus den einen oder anderen Tag, der mir positiv in meiner Erinnerung erhalten bleibet. Tage wie der Gestrige brennen sich in die Synapsen, weil sie scheiße sind!

Timo sitzt am Rechner, es ist eine Stunde vor Unibeginn. Er sitzt entspannt auf seinem Stuhl, trinkt einen Kaffee und chattet mit Robert. Auf einmal friert sein elektronischer Freund ein. Doch Timo denkt sich nichts Böses. Soll ja auch schon ein paar Mal vorgekommen sein, dass ein Computer eine Gedankenpause einlegen muss. Sekunden vergehen, Minuten vergehen. Nichts passiert. Dann die vermeidliche Erlösung, der Computer reagiert und verändert das aktuell Gezeigte auf dem Monitor. Doch leider signalisiert die Veränderung nichts Positives. SCHWARZ, wie das dunkle der Nacht, wie Teer, wie Pech und Schwefel.

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Expedition: Hauptstadt

Noch vor zwei Tagen blickten alle amüsiert und mit Spannung erfüllt auf den eisigen Claus, der Berlin alle Härten des Kontinentalklimas bescheren sollte. Auch ich räume hiermit ein, dass ich in der ersten Nacht noch voller Vorfreude dem Temperaturfall entgegengefieberte. Nur langsam wird es echt kalt.

Heute morgen begrüßte mich mein Desktop mit -18°C für Berlin. Ok, hier oben im vierten Stock sind nur -14°C auf unserem Balkon, aber warm würde ich das nicht nennen. Nahezu ununterbrochen hört man dieses leise Geräusch aus der Küche, was mir signalisiert, dass die Gastherme hart arbeiten muss, um die 20°C innerhalb der Wohnung halten zu können. Ein kurzer Blick aus diesem Fenster hielt mir dann auch vor Augen, dass wir richtig gehandelt hatten.

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Mein Sonntag

Die Sonne strahlt mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, nur hat sie keinerlei Chance gegen Claus. Claus sorgt endlich mal für Winter, ja Winter, -13°C haben wir draußen. Zum ersten mal merke ich, dass die typischen Altbaufenster dann doch nicht so gut isolieren, wie ich immer gedacht habe. Es zieht. Im Inneren der Fenster bilden sich Eiskristalle! Aber dank unserer Freunde von der Gasag können wir ja die Bude heizen. Angenehme 22°C in der Wohnung.

Wie es sich in Katastrophensituationen gehört, habe ich vorgesorgt. Genug Nahrung, Getränke und Zigaretten sind bevorratet, eine gute Ausrede zum „Nicht-aus-der-Tür-gehen-wollen“ habe ich auch parat. Ich werde mein Wochenende wie ein echter Student verbringen. Raus aus dem Bett, Kaffee kochen und…  an den Schreibtisch – gelernt wird heute Keule! Nein, nicht erstmal Emails abrufen und ein bisschen in den Blogs lesen. Auch ein Herr Timo muss mal lernen und schlau werden.

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Musik für unterwegs

Das Bild der Stadt wird besonders stark durch jene Menschen geprägt, die in ihr leben. So auch von den vielen Straßen- und Bahnmusikanten, die das tägliche Leben auf Ihre Weise mitgestalten.

Von Ziehharmonika bis Acapella, von schön bis schrecklich, von dezent bis aufdringlich, von nett bis fordernd, von leise bis ohrenbetäubend, von Folklore bis Punk, von Frau oder Mann, von Kind oder Erwachsenen, von dilettantisch bis professionell. Ein Jeder kennt sie, einige schätzen sie. Ob im Straßencafé im Sommer oder in der S-Bahn im Winter. Sie sind ein fester Bestandteil des öffentlichen Lebens in Berlin. Es ist eine besondere Kultur, mit dem Auftrag, das monotone Rattern der Schienenfahrzeuge zu übertönen. Egal, ob selbst komponiert oder ein Cover von Eric Claptons Led Zeppelins „Stairway to Heaven“, der jammende Bluesgitarrist oder die Sologeige mit Vivaldis Sommer. Sie versüßen das Leben und schüren gleichzeitig das berühmte schlechte Gewissen der Berliner, bloß verlegen auf den Boden zu schauen und nicht den Blick des Geldeinsammelnden zu kreuzen . Und enttarnen so auch manchen Touri, da meist die es sind, die dem schlechten Gefühl des „Nichtzahlens“ nachgeben und doch eine Spende für diese Subkultur parat haben.

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Ode an die weibliche Brust

Im Rahmen der ersten Besetzung eines Blogs in der Geschichte des Internets konnte ich es mir nicht nehmen lassen, selbst einen Beitrag zur Unterstützung der Revolution zu verfassen. Es sollte ein Beitrag sein, der viele Menschen bewegt. Zum Nachdenken und anregt, deshalb hier, meiner Ode an die weibliche :

Googelt man nach der weiblichen , so erhält man als ersten Eintrag einen Link zu einer schlicht wissenschaftlich und medizinisch seriös wirkenden Seite, die folgendes an Information preisgibt:
„Die weibliche besteht hauptsächlich aus Fett- und Drüsengewebe. Das Fettgewebe verleiht der Form und Festigkeit. Die etwa 20 Drüsenläppchen mit den Milchdrüsen sind rund um die Brustwarzen angeordnet. Der Begriff “Busen”, häufig auch als Bezeichnung für die oder die Brüste verwendet, ist eigentlich nur die Vertiefung zwischen den beiden Brüsten. Mit “Busen” wurde früher auch die als Ganzes bezeichnet, insbesondere auch die männliche .“

Googelt man im Kopf eines Heteromannes nach demselben Begriff, wird man ein gänzlich anderes Ergebnis erhalten:
Worin liegt die Faszination dieses wunderschönen Körperteils begründet? Wäre ich Grafiker, so könnte ich mich sicherlich seitenweise über die vollkommene Form dieses Körperteils auslassen. Nehmen wir beispielsweise die Portraitbetrachtung, ihre Silhouette. Eine Exponentialfunktion unvergleichbarer Vollkommenheit. Eine flach gezeichnete Krümmung an der Oberseite, die in einen, ins Negative umschlagenden Kurvenverlauf auf der Unterseite mündet. Die Konsistenz. Sicherlich bei jeder eine andere, dennoch haben sie alle das eine gemeinsam: es gibt nichts, was derart schön zu tasten ist.

Im Zentrum der weiblichen die kreisrunde, melaninhaltige Papilla Mammae. Normalerweise entspannt, weich und ruhig, sorgen ihre erektilen Muskelfasern bei entsprechender Berührung dafür, dass es auch am weiblichen Körper eine Stelle gibt, die eine Erregung offensichtlich nicht zu verbergen vermag.

Als Kind eine Wärme, Geborgenheit, Fürsorge und Nahrung spendende Quelle des Überlebens, ist sie für einen erwachsenen Mann unwiderstehliches Objekt der Begierde.



Bad Taste im Mauersegler

Nach einem unterhaltsamen und wirklich leckerem Abend im französischen Stil, mit delikaten Galette und weniger überzeugendem Cidre, stand Gestern eine Bad Taste Party im Mauersegler am gleichnamigen Park auf dem Programm.

Man fuhr Bahn. Aus Neukölln direkt bis in die Casting Kastanienallee. Vorbei am üblichen Publikum der Sehenden und gesehen werden Wollenden, fielen einem auch gleich drei Personen unweigerlich ins Auge, die sich offensichtlich dem Bad Taste als Lebensphilosophie verschworen hatten. Eine gekonnte Kombination aus viel zu viel Muskelmasse auf der einen, zusammen mit zu wenig auf dem Kopf und offensichtlich auch im Kopf auf der anderen Seite, konnten in Verbindung mit ihren konstruktiv gestellten verbalen Kotzanfällen für einiges mehr an Aufmerksamkeit sorgen, als sich der größte Casting-gänger je hätte erträumen können. Bloß schnell vorbei und nicht in den Umgebungsscanner dieser hochintelligenten Kampfmaschinen geraten! Aus einiger Entfernung konnten wir uns dann durch qualitativ wertvolle Äußerungen wie „bist du schwul oder was du Opfer? Ey Alder, wir müssn jetz ma echt einen saufen und Spaß haben, sone bar und Tusen und so“ so richtig auf bad taste einstimmen lassen.

Auf der Party angekommen waren wir demnach dann auch sehr positiv überrascht, ob des guten Geschmacks der anwesenden Gäste. Einige Ausrutscher mit Omas Haushaltsschürze und very bad taste Perücken konnten den positiven Eindruck durch die angenehme Atmosphäre und den guten Mix der DJs nicht schmälern. Ein bisschen „unfertig“ aber sehr gemütlich verbreitet der Mauersegler ein Gefühl des zu Hause seins.

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Aktuelles aus dem Krisengebiet

In der gestern beschriebenen Erpresseraktion des Weddinger Pilchermonarchen hat sich ein dramatischer Wandel ergeben. Augenzeugen berichten von der ersten Besetzung eines Blogs in der Geschichte der Menschheit. Schlafsäcke sind auf dem Boden ausgerollt und die Revolutzer frönen ihrer anarchischen Sturzaktion gegen die Spitze der Macht. In breit angelegten Diskussionsrunden können von nun an Anhänger und Gegner der "Revolution von unten" die Klingen kreuzen.

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Serviceoase Deutschland II

Herr Timo hat sich ja schon einmal über die Dienstleistungsgesellschaft in Deutschland geäußert, aber sein gestriges Erlebnis war selbst für ihn überraschend.

Es ist doch immer wieder interessant, was man Spannendes erleben kann, wenn man sich in unserer Dienstleistungsgesellschaft vertrauensvoll an eine Hotline wenden muss.

Vorgestern begab sich Herr Timo zum Einkaufen in eines dieser schrecklichen amerikanischen Konsumtempelimporten mit dem Ziel die Küche mit allerlei Leckereien zu befüllen. Auf seinem Weg durch die Regale lächelte ihn eine „Multimediatastatur mit Hintergrundbeleuchtung“ an. Ein angemessener Preis zusammen mit dem überzeugenden Design sorgten schnell dafür, dass Herr Timo zugriff.

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Was zu beweisen war…

Da war doch gerade ein Geräusch zu vernehmen, nicht laut aber dennoch deutlich. Sie sind wieder da und diesmal werde ich sie dokumentieren…

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Der Blick nach Westen

Bei meiner morgendlichen Lektüre musste ich mit Erschrecken feststellen, dass Herr Matthias von TheExit unter Androhung eines blogischen Suizides diverse Aufgaben an Personen seines Vertrauens verteilt hat. Auch meine Person wurde in diesem offenen Schreiben aufgefordert, ihren Beitrag zur Verhinderung dieser Selbsttötung in der Öffentlichkeit zu leisten.

Unter dem Titel „Rosamunde und der Blick nach Westen“ sei es nun meine Aufgabe, einen Beitrag zu leisten. Sicherlich hat Herr Matthias in diesem Zusammenhang auf den Blick von unserem Balkon gen Westen anzuspielen versucht.

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Nicht von dieser Welt

Vorgestern morgen um sieben Uhr wurde ich durch ein sehr interessantes Szenario aus meinen gerissen.

„Timo, Timo! Ahhhhhhhh, Timo, verdammt wach auf“, brüllte mir eine sehr vertraute Stimme mit ungewohnter Ernsthaftigkeit, fehlender Zurückhaltung und ebenso wenig Zärtlichkeit in mein, bald darauf piependes Ohr. Sofort wusste ich, wie ich mich als Vertreter des starken Geschlechts in einer solchen Situation zu verhalten hatte: Mit panischen und wild rudernden, gleichförmigen und unkoordinierten Bewegungen meiner unteren Extremität, verschaffte ich mir als erstes Platz im Bett und stellte somit meine Männlichkeit und übermäßigen Kraftressourcen unmissverständlich zur Schau! Die Wirkung des Sympathischen Nervensystems setzte augenblicklich ein. Durch einen staubtrockenen Mund in Verbindung mit einem wohlüberlegten Schweißausbruch, versuchte mir mein Körper die Ernsthaftigkeit des Moments aufzuzeigen. „Jane, was ist los? Warum schreist Du?“ „Da, da, da vorne in der Tür zum Schlafzimmer, siehst du es auch?“ Fragte sie stammelnd vor Panik. „Ja, der Staubsauger, den hab ich da in der Tür stehengelassen, aber was ist los?“

Sichtlich beruhigt glaubte sie mir im darauf folgenden zehn minütigen Dialog, dass das gefährliche Etwas in unserer Tür kein Ausserirdischer mit langen, schlaksigen Beinen, sondern nur das harmlose Putzutensil war…




Flohmarkt am Mauerpark

Die erste Januarwoche des neuen Jahres, die durchweg durch einen eisigen Ostwind mit düsterer Stimmung, trostlosem Schneematsch und –regen dominiert wurde, verabschiedete sich gestern mit einem wunderschönen, sonnenreichen und windstillen Tag.
Einem Sonntag der zum Spazierengehen einlud. Die Wahl des Zieles war für Prenzlauer Berg ansässige Menschen, die Flohmarktkultur in ihrer ursprünglichen und reinsten Form bevorzugen, schnell getroffen: Der allwöchentliche Markt am Mauerpark.

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Ängste unserer Zeit

Täglich werden wir in den Nachrichten mit einem neuen Jahrhundert-Superlativ konfrontiert. Die Katastrophe erscheint zuverlässig zweimal im Jahr in den auf überseeisch getrimmten „Newstickern“ der heiß geliebten privaten Fernsehsender.

Jede Wetteranomalie wird als logische Konsequenz der, durch den Treibhauseffekt entstehenden, globalen Erwärmung verkauft. Wir werden bald in der Hafenstadt Berlin leben, ohne Strom und Heizung, weil der zweite schwarze Freitag nach dem Peak Oil unweigerlich bevorsteht. Unsere Kriege werden künftig nicht mehr um das, bis dahin nicht mehr vorhandene, schwarze, zähflüssige Gold, sondern vielmehr um das, für uns als selbstverständlich unerschöpflich angesehene Trinkwasser ausgefochten. Trinkwasser, von dem der durchschnittliche Berliner 180 Liter am Tag verbraucht. Genug um einen Menschen nach westlichen Vorstellungen für 90 Tage mehr als ausreichend mit der lebenswichtigen Ressource zu versorgen. Verdursten und dabei im Wasser ersaufen – ein schönes Paradoxon.

Mit etwas Glück jedoch werden wir das alles nicht mehr erleben, weil ein riesiger Meteroid den Planeten plattgewalzt hat oder wir als Kolateralschaden der Weltpolizei im, mit „Mininukes“, geführten Kampf gegen die Achse des Bösen verzeichnet werden.

Vielleicht bekommen wir auch all das nicht mehr aktiv mit, weil die Prionen unsere Proteine im Kopf zu Hirnkaries verwandelt haben oder wir werden einfach nur von dem kleinen, miesen Freund mit Hämaglutinin 5 und Neuraminidase 1 auf seiner Oberfläche dahingerafft.

Eventuell aber auch nicht…

Wie wäre eine Welt, in der eine Gesellschaft nicht durch die täglich forcierte Massenhysterie dazu neigt, Größenwahnsinnige auf den mächtigsten Thron der Menschengeschichte zu „wählen“? Brauchen wir wirklich die tägliche Portion Elend der anderen, nur um unser eigenes Sein schätzen zu können und zu sehen, dass es immer noch tiefer, noch schlechter und noch elender geht???

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Morgendliche Gedanken

Wann zur Axt geht der Kurs los? Halb zwei, oder? Das bedeutet, dass ich mich in 25 Minuten mit Robert an der Bahn treffen müsste! Was nun zur Folge hat, dass ich ein wenig Zeitnot und Stress habe! Weil ich eben erst meinen ersten Kaffee ausgetrunken habe. Frühstück, Duschen, Fertigmachen, Tasche packen, Bügeln und loslaufen in fünfundzwanzig Minuten - jetzt mittlerweile nur noch zwanzig Minuten - ich fang mal eben an!

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Richtigstellung

Ich hab’s vermasselt! Wie Herr Daniel vom Hirngespinst richtiger Weise bemerkt hat, fehlt es an dieser Stelle an einer kleinen Modifikation meines Blogs. Genauer gesagt, sollte ich diesen Artikel etwas modifizieren.

Wie der interessierte Leser sicherlich bemerkt haben wird, hat sich Herr Timo in den letzten zwei Monaten als Nichtraucher versucht – leider mit einem herben Rückschlag vor ungefähr zehn Tagen! Ja, es ist traurig aber wahr! Ich hab’s nicht geschafft, Looser, Idiot, Vollpfosten! Wo andere Menschen wenigstens versuchen mit einem guten Vorsatz ins neue Jahr zu starten, beschließt Herr Timo gleich einen schlechten in Angriff zu nehmen - bleibt nur noch die Hoffnung, dass ich selbigen, wie allgemein für den Neujahrvorsatz üblich, nicht in die Tat umsetzen werde.

Den Button lasse ich trotzdem, als Mahnmahl und Quelle meines schlechten Gewissens bis zum nächsten Versuch…

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Berlinbesucher

"Und wenn wir euch dann besuchen kommen, müssen wir aber unbedingt auch ne Shoppingtour machen!" Wie oft habe ich diesen Satz schon zu Ohren bekommen! Jedes Mal fehlt es mir an der Fähigkeit die sparsame Freude in meinem Gesichtsausdruck zu verbergen und aus meinem Mund kommt nur ein resigniertes "Na gut, ich hab’s eh aufgegeben. Ihr könnt zwar zu Hause in der guten, alten Fußgängerzone, mit ihren 100 Geschäften auf 20 qm tausend mal besser euer Geld zum Fenster rauswerfen, aber gerne begleite ich euch in die Hölle des Kudamms, damit ihr dem Konsum frönen könnt!"

Langsam müsst ihr bitte anfangen, mir Glauben zu schenken. Ich hab mir jetzt sogar die Mühe gemacht, bei euch in der Fußgängerzone einkaufen zu gehen um dann meinen ganzen Kram mit dem Zug nach Berlin zu  schleppen…

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