Über den Umgang mit Alkohol

Aufgrund eigener Erlebnisse am gestrigen Abend, möchte ich nun versuchen, eine kleine Anleitung über den Umgang mit Personen nach C2H5OH Intoxikation zur Verfügung zu stellen:

Zunächst beschäftigen wir uns mit dem Ethanol (normaler Genuß ):

Beim Ethanol handelt es sich um ein Gemisch aus Kohlenstoffen mit Wasserstoffen, die als aktive Gruppe eine OH Gruppe besitzen. Kommt Ethanol (kurz C2) in den menschlichen Körper, so wird es von der Schleimhaut des Verdauungstraktes aufgenommen und gelangt so in die Blutbahn. Dort kann es ungehindert ins Gehirn vordringen und nun die, uns allen bekannten Symptome, verursachen.

Abgebaut wir der in der Leber. Dort befindet sich ein ganzer Ezymapparat, der nur so darauf brennt, sich auf die OH Gruppe zu stürzen. Durch die Alkoholdehydrogenase wird Ethanol zu Ethanal (oder auch Acetaldehyd) und dies dann zu Essigsäure. Diese wird wiederum durch den Zitratzyklus und die angeschlossene Atmungskette zu CO2 und die körpereigene Energiewährung umgewandelt.

Der Enzymkomplex in der Leber ist auch der Grund, weshalb man mit Alkohol und Medikamenten aufpassen sollte. Einige (vor allem Antibiotika) benutzen dasselbe Enzym Cytochrom P450 2E1. Das Problem ist dann nicht, dass die Medis das Enzym blockieren und somit der mehr wirkt – nein, leider andersherum: das Enzym wird blockiert und die Medikamente, die oft erst „aktiviert“ werden müssen, können nicht richtig wirken!

Und was macht jetzt den Kater?

Da ist man sich noch nicht so ganz eindeutig und einstimmig sicher. Sicherlich liegt es zum einen an der Dehydratation des Körpers durch den Alkoholkonsum. Weiterhin sind es auch die Zwischenprodukte des Alkoholabbaus, die wohl toxisch wirken können und zu guter Letzt sind es auch die Fuselöle, die billigen Gebräuen zugesetzt sind, die uns am nächsten Morgen das Leben schwer machen.

Was tun, hat man den pelzigen Freund im Kopf?

Nun ja, als aller erstes wohl den Vorsatz schmieden, nie wieder so viel zu trinken J Dann kann man am besten Spazierengehen. Frische Luft und ein Kreislauf, der wieder in Schwung kommt sind sehr wichtig! Fett- und Eiweißreiche Nahrung ist gut und natürlich viel Wasser trinken!!! Hat man sich alles schon am Abend noch einmal retrograd durch den Kopf gehen lassen, sollte man auch den Salzhaushalt wieder in Ordnung bringen! Zum Schluss kann man dann noch Vitamin C und B1 zu sich nehmen. Diese gehen dem Körper durch das Gift nämlich auch verloren.

Die Chemiekeule:

Vorsicht! Allgemein sagt man ja immer ASS oder auch Acetylsalicylsäure gut hilft. Nur leider ist der Magen durch den schon ordentlich bedient und kann somit die Aspirin ® nicht auch noch vertragen. Gut, dann nehmen wir Paracetamol – nein! Auch nicht lecker! Durch den hat die Leber schon ordentlich zu kämpfen – somit lassen wir dieses leberschädliche Medikament auch mal weg. Der Tipp: Ibuprofen! Unterstützt zwar das Rauschgefühl, ist aber nicht so sehr organschädigend!

So nun aber noch kurz zu den Verhaltensregeln:

  1. Der Betrunkene hat grundsätzlich Recht!
  2. Nein, er darf nicht mit dem Fahrrad alleine aus Neuköln nach Hause fahren.
  3. Nein, er darf keine Leute anpöbeln.
  4. Nein, er darf nicht auf halben Weg umkehren und tanzen gehen.
  5. Ja, er sollte auf jeden Fall einen Kaffee trinken.
  6. Nein, er darf nicht seinen Elchhunter präsentieren.
  7. Ja, er sollte ruhig sitzen bleiben und nicht ständig vom Stuhl fallen.
  8. Er sollte versuchen in der Muttersprache zu sprechen, die er auch wirklich beherrscht.
  9. … den Rest kann man sich dann Situationsbezogen hinzudenken


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4 Responses to “Über den Umgang mit Alkohol”

  1. a gravatar 1 dfusion

  2. a gravatar 2 The Exit

    Herr Timo, was haben Sie gestern getan?

  3. a gravatar 3 Herr Timo

    Tja… war ein lustiger Abend und der ein oder andere Begleiter hatte ein wenig zu viel C2 konsumiert

  4. a gravatar 4 Karsten

    Hallo,

    wenns mal zu viel wird, gibt es auch Hilfe.

    Gruß

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