Archiv f�r September, 2006

„Herzlich Willkommen,

im Foto-Vollautomatisch-Kasten ihrer Wahl“, ruft mir die nette Frauenstimme in einer, selbst für Tinituspatienten gut und deutlich verstehbaren Lautstärke entgegen. „Bitte treffen sie Ihre Wahl“ jo, mach ick. Nehm ich doch mal die vier Standardbilchen für 5 E. Wenn die Bahn nen Foto will, soll sie das auch bekommen!

Geld eingeworfen und weiter zugehört. „Verändern Sie Ihre Position so lange, bis ihr Gesicht genau im roten Kreis erscheint. Kein Thema, Gerät, für Dich doch immer! „Wenn Sie eine angenehme Position gefunden haben, drücken Sie bitte auf den grünen Knopf“, klick, ratsch, summ…

Komisches Gefühl in so einem Kasten. Nen bisschen Ausdruckslos sieht er auch aus, der Herr Timo, der drei Minuten später unter Quietschen aus der Ein-Quadratmeter-Privatsphäre rauskam…

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Desktop Nummer 2



Wireless Optical Mouse für less

Da bin ich doch gerade unterwegs gewesen, um mir meine Bahncard zu besorgen, weil ich wohl in der nächsten Zeit gezwungen sein werde, mich mehr mit diesem wundervoll pünktlichen Fortbewegungsmittel auf Reisen zu begeben.

Wie es halt so ist, bummelt der Herr Timo dann auch stumpf ritualisiert durch die Planeten Technik Oase, um sich ein Bild von den neusten technischen Errungenschaften unserer heiß geliebten Zivilisation zu beschaffen. Man muss ja im Bilde bleiben, wollen doch meine späteren Kinder bestimmt einen Vater, der nen Plan von der technischen Welt hat.

Eines der 50.000 Angebote brannte sich in meine Netzhaut. Die Wireless Optical Mouse 2.0 von Bill und seinen Kumpels: 9,90€ für ne Maus ohne Schnur und fünf-Wege Rad, nun ja, sollte ich mal testen . Sicherlich, es gibt bei weitem leckerere Kollegen , aber bei dem Preis…

Jungs und Mädels, ich muss sagen: schmackhaft! Vor allem gut in der Hand liegt das Teil und besonders gefällt mir das rasterlose Rad – kein nerviges Rrrrrrttssschhh, rrrrttttsssscchhhh beim Surfen. Die zehn Taler haben sich gelohnt!

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Lang ist’s her

Schlimme Dinge sind geschehen, sicherlich! Der Papst bringt Teile der muslimischen Welt gegen sich und mit ihm ganz Deutschland auf, um es dann hinterher zu registrieren und sich nun doch wieder zu bemühen. Gut Benedikt! Besser spät als nie, nur für den schlechten Eindruck in der Welt sorgen ja wir selbst, indem die Regierung meiner Nicht-meine-Kanzlerin kurzerhand mal beschließt, die Fregatte Frankfurt mit vier Schnellbooten im Schlepptau in den Libanon zu schicken!

Das wird kein Spaß da unten! Werte Frau Merkel, ich wusste schon warum meine Stimme an den netten Hannoveraner ging. Brav! Wir sind da, wo uns der Texaner schon lange haben wollte! Wunderbar! Ich bin stolz auf uns! Vielleicht gab’s da ein kleines Missverständnis. Wir wollten, dass der Krieg im Libanon aufhört - keinen zweiten Irak! Richtig, die Hisbollah wird nun durch uns weniger mit Waffen beliefert werden – nur werden unsere Kommandanten nicht in zwei Monaten vor einem „Mission accomplished“ Banner stehen und der Welt verkünden, dass eine unmöglich erscheinende Mission bewältigt werden konnte.

Doch zurück zu diesem, meinem kleinen Blog hier. Die Zeit ist wie im Fluge vergangen. Wir haben viel erlebt, gearbeitet und gemeinsam unternommen. Nach und nach werde ich sicherlich auch das Erzählen hier nachholen und meine Seite weniger vernachlässigen. Nur im Moment sind wir noch dermaßen viel unterwegs und am Planen, dass ich noch um ein, zwei Wochen Geduld und Nachsicht bitten muss…

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Komische Dinge im Dorfe?

Völlig überraschend riss mich mein Telefon beim Spaziergang am Ufer des größten Binnensees der Norddeutschen Tiefebene aus den frei schweifenden Gedanken. Am anderen Ende der Leitung mein sehr verehrter Herr Brieföffner , der zur Zeit die Bewacher der heimischen vier Wände unterstützt und eben auch die Post öffnet.

Verwirrt erzählt er mir von einem Brief eines gewissen Erik Pollard, der nebst mysteriösen Schlüssel den Weg in meinen Briefkasten gefunden hat. Text und Schlüssel schaut euch am besten selber an:

Offenbar machen momentan zahlreiche dieser Briefe die Runde im Dorfe , wobei sich keiner im Klaren darüber zu sein scheint, was es mit diesen Zeilen genau auf sich hat, allen gemein ist, dass man den Poststempel nicht entziffern kann.

Hustle the Sluff Code 101 – ich werde mich jetzt mal auf die Suche nach Informationen machen. Bekannt sind das MySpace Profil des Absenders und die Theorie, dass sich alles nur um einen Stern aus Metal drehen soll – vielleicht könnten sogar alle Schlüssel identisch sein und zum selben Ziel führen. Neben einer Frappr Group ist auch ist ein Tag X zu finden, der 12. September 2006. Nächsten Dienstag also - klingt komisch – ist diesmal auch so.

Virales Marketing? Ein Scherz? Egal was es ist - ich steh drauf und ärgere mich, am Dienstag nicht in der Stadt zu sein. Bestimmt werden wir bald mehr wissen!

Update : Was geht denn bitte hier ab? Danke Daniel für Brieföffnen und den Tipp :)

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Feierabend

Leute, seit eben weiß ich wirklich, was Feierabend bedeutet. Im Garten in der Sonne, Natur um einen herum, wenig Krach und die Blumen, die ihr letztes Feuerwerk an Farbenpracht präsentieren, während der Sturm schon den Herbst einläuten möchte.

Entspannung pur.

Schon witzig, die gesamte Kindheit bis hin zum Abitur erlebt man diese wunderschöne Umgebung. Täglich und gerade deshalb verlernt man sie zu schätzen. Erst jetzt kommt es wieder in einem hoch, dieses Schmachten. Schmachten nach frischer Luft und Natur. Es ist wundervoll, es riecht wundervoll. Frisch und doch lieblich, kühl und doch Wärme spendend. Die Luft erscheint klarer, fast glitzernd im Licht der Nachmittagssonne. Nur das Rauschen der Blätter beweist mir, dass ich wirklich hier bin und nicht auf ein Foto schaue.

Die Arbeit ist hart. Frau Jane und Herr Timo befinden sich mitten drin im Projekt Feldarbeit, näheres werdet ihr später erfahren, jetzt genießen wir erstmal das verdiente Feierabend-Pilsken…

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Komisches Gefühl

Wirklich komisch, wenn man auf einmal nicht mehr jede Mail sofort lesen kann, kein DSL vor der Nase hat und auch sonst wenig Zeit, für all die Leserei und das Kommentieren findet. Ich bemühe mich, hinterher zu kommen und mehr hier zu sein…

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Der erste Tag

Es ist angelaufen, das Projekt Feldarbeit. Freitagmorgen um sechs beginnt unser Tag mit einem ausgedehnten Frühstück. Für Stadtmenschen, die dazu auch noch Studenten sind, eine sehr ungewöhnliche Zeit, um sich so richtig den Magen voll zu schlagen. Doch man brauche viele Kohlenhydrate, für das, was uns bevorstünde.

Um halb acht dann, der Arbeitsbeginn. Es sei so viel verraten: wir befinden uns in einer staatlichen Einrichtung, deren Tag sich intensiv mit der Landwirtschaft auseinandersetzt. Frau Jane und Herr Timo tragen Gummistiefel und ältere Kleidung, eine Regenjacke und dicke Socken.

Die frische Luft, die mir eine halbe Stunde später um die Nüstern streicht, tut gut. Heimat. Wald, Wiesen und plattes Land. Es riecht nach Blumen, Getreide, Gräsern, den Bäumen. Etwas Mooriges liegt in der Luft. Ein schöner Morgen, die Sonne kämpft sich langsam durch den Frühtau und legt ihre wärmenden Strahlen auf meinen Körper. Landleben pur.

Dann geht es los, der Auftrag ist schnell durchschaut. Vor uns ein riesiges Feld mit verschiedenen Gräsersorten. Doch was ist das zwischendrin? Ihr werdet es sicher ahnen: Unkraut. Und wer bin ich, in dieser Geschichte??? Genau! Der Typ, der in den nächsten acht Stunden mit einer Hacke auf den Boden einschlägt… Klingt sicherlich gewöhnungsbedürftig bis sehr unangenehm, ist aber in der Realität nur halb so schlimm…

Heute ist Samstag, mein Stadtkörper schmerzt. Meine Hände sind geschwollen und meine Nackenmuskulatur bedankt sich auf seine eigene, spezielle Weise für die Fehlhaltungen des letzten Tages. Verstrahlt, als ob gestern Abend eine ganze Kiste Bier seinen Weg in meinen Kreislauf gefunden hätte, sitze ich hier und bin dennoch froh, wieder in der Heimat zu sein…

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Vertrauen

Aufgenommen im Zug, auf der Reise. Sehr vertrauenserweckend, ist doch diese Firma für die Diagnose und Sicherheitsüberwachung des Zuges verantwortlich…

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