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Hey George

Hey , ich bin es mal wieder, der Herr Timo.

Ich möchte Dir doch nur kurz mal wieder sagen, wie durchsichtig und nachvollziehbar ich die Machenschaften der Mächtigen in Deinem Land finde.

Da erklärt das oberste Gericht des Landes, welches in der ganzen Welt Kriege für die Menschenrechte und die Demoktratie führt, die Vollstreckung der Todesstrafe durch die Giftspritze für rechtens?! Ach ja, ich vergaß wohl, ja stimmt, ist ja richtig, die Giftspritze kann grundsätzlich nicht als “ungewöhnliche und grausame” Bestrafungen angesehen werden… ne, is ja klar!

Wie viele Länder wurden schon scharf kritisiert und unter Druck gesetzt, weil sie diese, fernab von jedweder Diskussionsbasis befindliche, Form der Bestrafung durchführt haben?! In der aktuellen Diskussion über den EU Beitritt der Türkei beispielsweise - wie oft ist das Argument mit der Todesstrafe gefallen?

George, ich glaube Ihr solltet Eure mittelalterlichen und menschenverachtenden Machenschaften zur Wahrung der Gerechtigkeit noch einmal vom Grundprinzip her überdenken!



Müde, langsam und schwer

Ich bin unausgeschlafen, alles ist langsam. Die Beine sind schwer. Ich bewege mich durch die Wohnung und habe das Gefühl zu schweben. Schweben mit Gewichten an den Beinen, tief unter Wasser, mitten in der Finsternis ohne Chance die Gewichte loszuwerden. Handlungsunfähig, unten am Grund, alles in Zeitlupe, alles strengt an. Keine Luft, der Kopf zum bersten gespannt.

Nein, ich bekomme keine Depressionen, es geht um den Alkohol. meine Damen und Herren ist etwas nicht Gutes für unsere Körper, für diese Gesellschaft, für die Familien und für die Seele.

Ich weiß, klingt plakativ. Weiß jeder schon, ist selbstverständlich aber lasst mich kurz mal ausreden!

Wenn dieses Kohlenstoff- Wasserstoffgemisch nicht wäre, dann wäre die Geschichte vieler Menschen, die wir kennen, vieler Familien, weniger Länder und die Geschichte der einen Welt sicherlich um einiges anders verlaufen.

Saufen gehört zum . Als erwachsene und mehr oder minder intelligente Menschen gehört es zum Abend, es gehört zum guten Ton. Man macht sich gar keinen Kopf mehr drum. „Ein Glas Wein am Abend“ ist nicht schlimm, sogar vom Arzt “empfohlen”. Man geht abends weg und es wird nicht mehr gefragt ob, nur in welcher Form man sich die Birne zuknallen will. Wann hat zum letzten Mal jemand in meiner Gegenwart an einem Freitagabend etwas Nichtalkoholisches bestellt??? Gibt es am Kickertisch jemanden, der nach zwei Uhr Nachts noch nüchtern spielt? An den Billardtischen in all den verrauchten Kneipen?

Mit Alkohol wird auf besondere Ereignisse angestoßen, auf besonders schöne Momente. Wenn sich zwei Menschen kennenlernen, wenn sie sich Verloben, an jedem Geburtstag, an Weihnachten, eigentlich an jedem Familienfest, wenn geheiratet wird, wenn jemand stirbt. Besonders wenn jemand stirbt! Viele Menschen besaufen sich, wenn sie am Boden zerstört, ganz für sich alleine da liegen und sonst nichts mit sich anzufangen wissen. Die ausweglosen Situationen sind die gefährlichen. Der hilft. Er hilft vergessen, erleichtert zu verdrängen, nicht zu verarbeiten und verhindert gleichzeitig das Aufräumen. Das würde schließlich auch zu lange dauern. Zu viel Kraft beanspruchen.

Ich möchte nicht zum Boykott aufrufen, ich möchte auch nicht behaupten, dass ich ernsthaft vorhabe, nun abstinent zu wollen. Ich möchte hier keinen Vortrag halten, ich will hier keine persönlichen Geschichten auspacken. Ich weiß nicht mal warum ich jetzt gerade hier sitze und diese Zeilen schreibe, ich habe gestern noch nicht mal etwas getrunken.

Jeder von uns weiß, dass die Menge, das Ausmaß, die persönlichen Grenzen und das Bewusstmachen den entscheidenden Unterschied ausmachen. Wir sollten nur ein wenig öfter darüber nachdenken und es uns vor Augen halten, wie viele Schicksale schon aus dem Ruder gelaufen sind, nur weil der eine oder die andere mal eben vergessen hat, dass man sich über eine solche Selbstverständlichkeit auch ab und zu mal machen sollte…




Die Dreiphasen-Beziehung

Frauen - wenn sie da sind gehen sie einem manchmal ganz schön auf die Nerven : Denk an dies, tu das, grab nicht den ganzen Tag an mir rum. Sei mal kreativ, schlag mal was vor, sitz nicht so viel vorm Rechner, räum auf, mach sauber und schau nicht den anderen Weibsbildern hinterher.

Nur wenn sie dann mal weg sind und Mann auf einmal ganz alleine dasitzt, dann bemerkt man plötzlich ganz klar die Zielsetzung der systematischen Kriegsführung, die das zweite X Chromosom gegen das arme Y Dingens seit Anfang der Zeit führt: die stückweise Unterwerfung durch Abhängigkeit geplant und ausgeführt in drei Phasen:

Machen wir uns nichts vor, es ist eine einfache Angelegenheit! In Phase eins geht es um die Werbung: gut aussehen, schick an aus also doch angezogen sein, den Ausschnitt nicht zu tief und nicht zu verschlossen, die Hose sitzt als zweite Haut eng an der hinteren Kurvenführung. Mann soll erkennen, warum erfolgreiche Designer schon immer mit dieser Ausgewogenheit zwischen Rundung und graziler Linienführung gewonnen haben! Bei den Heldengeschichten wird aufmerksam mit dem Kopf genickt. Zwischendurch etwas Witz gezeigt, Aufmerksamkeit, Intelligenz und sexy lächeln. Lachen an manchen Stellen, nicht zu laut, nicht zu vulgär aber auch nicht zu mauerblümchenhaft. Gut riechen ist wichtig und die Augen sollten elegant durch eine ausgewogene Farbgebung unterstrichen werden. Hier und da noch etwas Schmuck und nicht zu viel rumzicken - zack, gewonnen!

Willst Du mehr? ‘Die Dreiphasen-Beziehung’




Notiz an mich selbst

das nächste Mal zähl doch einfach mal die Löffel voll Kaffee, die Du in die Maschine haust…




Gedanken

“Timo, was machstn Du so gerade?”

Keinen Plan, ich sitze hier so rum glotze wie blöde auf meinen Monitor und höre zum dritten Mal das neue Pennywisealbum (das was es am 25. bei Myspace umsonst (ja! - in Worten: UMSONST) gab) an und wundere mich, wo denn der halbe Abend geblieben ist. (ach und: JA! es ist geil, schnell, lecker, der alten Linie treu geblieben aber doch irgendwie neu!)

Während dem dreimal hören, habe ich beim Winkel drüben sein iTunes -Stöckchen gelesen, alles auch bei mir beantwortet und dann doch beschlossen, es nicht zu posten. Dann habe ich den neuen RC2 von Wordpress 2.5 ausgetestet, nachdem ich bei Jeriko drüber gelesen habe, anschließend habe ich dank dfusion das neue Mercedes Benz Mixtape gesaugt und noch nicht angehört, weil Pennywise, über die ich dann auch bei Ihm schon einen Kommentar hinterlassen habe.

Dann habe ich Tortelini mit Parmesan und eine halbe Flasche Terralunga Chianti verzehrt, mit meiner Frau Mutt telefoniert (nachdem ich das Festnetztelefon repariert habe), eine Tafel Schoki zum Nachtisch geatmet und mich dann noch gefreut, dass der Skeptiker mal wieder geschrieben hat (kurz aber immerhin).

Zum Schluss habe ich auf mein Telefon eine neue Firmware gespielt und alles wieder neu installieren müssen, jetzt ist Pennywise vorbei, die Foo Fighters laufen endlich mal wieder ( :grin: ) und mir fällt auf, dass ich in zwei drei vier Stunden doch was gemacht habe.

Schade nur, dass ich lesen wollte.




Licht

Licht ist warm, Licht ist kalt. Licht ist hell, dunkel, schummrig, düster, grell, blau, rot, grün, gelb und ultraviolett. Licht ist , Licht leuchtet dem den Weg, der daran glauben möchte, dass das Licht einem den Weg leuchten kann. Licht tut gut, Licht tut weh in den Augen. Etwas ins richtige Licht gerückt, kann zeigen, was sonst vom Schatten verborgen in der Dunkelheit liegt und meistens auch besser dort geblieben wäre.

“Das Licht der Welt” erblickt man  zu Beginn seines Lebens und “ins Licht geht” man am Ende, mal schneller mal langsamer. Licht verzaubert, Licht entzaubert, Licht verwöhnt, Licht entwöhnt, im richtigen Licht findet alles und jeder seine schönen Momente.




Wochenende

Wundervoll, ewig lange im Bett sitzen und frühstücken. Frühstücken, Nachrichten sehen, quatschen, der Kaffee haucht langsam in die müden Knochen, Zeit haben, chillen und keinen Stress um einen herum. Leise Chillmusik in den Ohren, abschalten… sich treiben lassen! Von mir aus könnte jeder Tag Teil eines Wochenendes sein!

Nur mal so



Stille

Stille war hier, die ganze Woche….

Nun gut, wollen wir sie mal wieder durchbrechen und dem Mist aus meinem Hirn freien Lauf lassen. Lauf - gutes Stichwort, ich habe es diese Woche endlich auf die Reihe zu bekommen, meine Lauferei wieder anzufangen - OHNE Knieschmerzen! Der Hammer, drei Wochen lang tägliches Fahrradfahren, langsames Steigern der Laufstrecke und zack… immerhin schon 5 KM ohne Schmerzen!

Schmerzen habe ich allerdings nun doch. Ich war Schwimmen, zum ersten Mal in meinem , heute Mittag. Nun gut, ich war ja vorher schon öfter mal im Wasser. Baden, Springen, Surfen, Schnorcheln - aber Schwimmen?! Interessante Sache und auch wirklich schmerzbereitend, wenn man kurz mal beschließt 30 Bahnen zu kreisen… geiles Gefühl.

So viel Sport - höre ich euch rufen! Jepp, muss sein. Es ist einfach nur ein sautoller Ausgleich zu der täglichen Arbeit - Abschalten, auspowern, entspannen, abreagieren und genießen - wundervoll! Man wird ja schließlich auch nicht Jünger - gelle?!

Ja jünger werden… jünger werden meine Augen irgendwie auch nicht mehr, weshalb ich mich auch noch durchringen musste, mir eine professionelle Sehhilfe anfertigen zu lassen… jeden Tag zu tragen… gewöhnungsbedürftig aber ok. Ja und wie ich ja so bin, getreu dem Motto: “Brille - ganz oder gar nicht.” Hier seht ihr nun das Ergebnis meiner Suche - es musste einfach sein.
Willst Du mehr? ‘Stille’



Schamhaare

Wie haltet ihr das eigentlich? Natur? Glatze? Gekürzt oder Formrasur? Ist doch ne nette Diskussion so zum Samstag Nachmittag…




Bewegen müsste man etwas

Ich hab da ein Gefühl im Bauch. Ein Gefühl, etwas machen zu müssen. Etwas Großes müsste es sein. Zunächst habe ich gedacht, ich könnte dem Gefühl entgegenkommen, indem ich Laufen gehe, Spazieren gehe, raus, unter Leute, einfach in den Strom der Menschen eintauchen und sich treiben lassen. Eindrücke sammeln und von ihnen lernen, Kraft schöpfen.

Menschen beobachten und Kaffee trinken, die Füße laufen lassen und sehen, wo ich hinkomme. Mit dem Auto durch die Stadt cruisen oder mein Fahrrad mal wieder zu bewegen. Ich könnte auch mit der Madame schlafen oder einfach nur Musik hören, Lernen, für die brach liegende Dr. Arbeit schreiben, recherchieren oder einfach nur im Netz surfen. Hinsetzen und ein Buch lesen, die Wohnung aufräumen. Doch bis auf die schöne Sache mit der Lady befriedigt nichts von all dem nachhaltig.

Heute Abend steppen gehen? Auf ein Konzert? Sich besaufen? Kiffen? Einfach schlafen?

Komisch dieses Gefühl, ich sollte doch besser die Welt verändern, eine abgefahrene Geschichte schreiben, Kanzler werden, ein neues Fach studieren, nach Kanada und Bärenforscher werden. Für den Rockstar dürfte es wohl zu spät sein, auf Pornostar habe ich keine Lust.

Vielleicht sollte ich mit Malen anfangen, einen eigenen Laden aufmachen, eine Internetagentur, ein Buch schreiben. Ich könnte eine Lesung organisieren, eine Lesung, zu der ich einlade, als Protagonist nur Herr Timo, dann setze ich mich auf die Bühne und sage nichts, warte einfach nur die Reaktionen der Leute ab, verschlinge die kritischen Blicke, die Buuuuurufe und die aufkommende Nervosität.

Nun sitze ich hier und schreibe einfach, lasse mich treiben, schwimme im Beat der Musik aus meinen Kopfhörern… komisches Gefühl. Einfach sein, die Zeit genießen. Genau das ist es, ich genieße einfach mal wieder das nichts tun, einfach nachdenken, in sich gehen und die Sonne auf dem Balkon genießen. Die Weltherrschaft gehe ich dann morgen an…




Ach und…

schön… dass ihr alle noch hier seid, trotz der langen Pause!

Nebenbei



Klarheit

Räumliche Trennung, so über 700km zum Beispiel, kann einem unmissverständlich die Wichtigkeit zweier Personen vor Augen führen.

Ein komischer Vorbote des Endes der Studienzeit und mit diesem des Beginns der Arbeitszeit - eine Hardcorewoche gerödelt, geräumt und eingepackt und nun sind die ersten Zwei der Dicksten wech…

Ich brauch noch ein paar Tage, dann gehts weiter…

, Umzug



Ich will ja…

Ja, ich will! Ich will ja schreiben und mich mitteilen… nur irgendwie ist der Kopf so leer - und das obwohl er gestern Abend noch nicht einmal voll war - schon komisch das ganze hier.

Es passiert so viel um mich herum, ich könnte mir die Finger blutig tippen aber irgendwie… ich behandel das Problem jetzt mal wie beim letzten Mal und schreibe einfach mal darüber, dass ich momentan nicht schreibe, ihr solltet das auch besser gar nicht weiterlesen - dieser Beitrag ist Teil meiner Therapie, kein Informationsgehalt, nichts, was euch weiterbringt.

Nein, Ladies, kein Beitrag für euch zum Träumen und dahinschmelzen, nein, Dudes, auch nichts für euch, um mal wieder feststellen zu können, was für eine endgeile Sau ich doch bin.

So jetzt also, bleibt abzuwarten, ob es funktioniert… ich spiele erstmal das WP-Update ein.

Hirnschiss



2007 ade

Das wars dann wohl mit 2007. War ja auch halbwegs in Ordnung, viele schöne Momente, einiges, was nicht so lecker war und wenige Momente auf die ich wahrlich verzichten hätte können. Mal sehen was 2008 so alles für uns parat hat.

Sylvester 2007



Noch ein Tag

und ich werde dem Bettenhochhaus den Rücken zukehren, für zwei Wochen. Keine Kranken, keine weißen Kittel, kein Stress, keine Hektik, täglich leckerer Kaffee, die Zigarette in Ruhe, Familie, Weihnachten, Schlemmen, die Freunde, die Heimat… ich freu mich!




Zeit…

Recht hast Du, SirParker , man sollte viel mehr davon haben. Aufgestanden, gefrühstückt, Wohnung geputzt und nen bisschen am Adventskalender weiter gebastelt - zack… und morgen gehts wieder ins Bettenhochhaus!

Die Arbeitswoche ist zu lang und das Wochenende eindeutig zu kurz…

Und die Woche bei den Internisten dauert gefühlt auch nochmal ganz schön viel länger als in der Chirurgie. Gut, auch interessant auf der Kardiologie aber ich vermisse den OP-Alltag schon! War um einiges mehr Abwechslung im Tagesablauf und die Visite hat auch nur halb so lang gedauert, was solls, sind ja nur vier Monate  :mad:

Ist eigentlich bei den Berliner Bloggern ein gemeinsamer Weihnachtsmarktbesuch geplant? Fände ich eine schöne Idee! An der Oper oder so… in der Woche vor dem heiligen Feste??? Hauptstadtblogger ? Kitty ? Julie ? Rob ? Dahaniel ? Lou ? Oder der Abstinenzler Ultimonativ ? Ich könnte diese Liste jetzt wohl ewig fortführen…

Meinungen! Jetzt!

Weihnachtsmarkt , Zeit



Welch ein Tag

Wenn ich es nicht hundert Prozent besser wüsste und es auch im Spiegel nicht sehen könnte, würde ich sicher sagen, dass ich heute meine Regel bekommen habe! Ich hab mein Telefon kaputt gespielt und mich kotzt die ganze Welt momentan einfach nur an!

Ich hör besser auf… bis morgen

Kotz



Die Grünen

Ich gebe zu: ich habe sie noch nie gewählt! Wahrscheinlich hätte ich bis vor kurzem noch nicht mal drüber nachgedacht es zu tun, selbst Frau Jane ist gewiss davon überzeugt, dass ich das niemals tun würde…

Aber in einem momentan für mich (und auch euch eigentlich? Oder - selbst für genau DICH) sehr brisanten Thema auf dem Gebiet der ach so geliebten Innen- und Sicherheits- und Irrsinnspolitik sind genau sie es, die es aussprechen , die sich offen bekennen und der Koalition sagen, was sie da gerade verbrechen mit ihren leichten und lockeren Reformen zum Umgang mit der persönlichen Privatssphäre eines jeden von uns und dass Madame und ihre Schergen scheinbar vergessen, dass Im Grundgesetz ganz vorne so ein paar Zeilen Kleingedrucktes zu finden sind!

Ihr kennt meine Meinung, ihr kennt eure, macht wat ihr für richtig haltet, nur denkt vorher, genau wie ich, noch mehr über die Entscheidung nach bevor wir das nächste Mal an die Wahlurnen gehen.

Denn bei der falschen Entscheidung können wir dann auch langsam anfangen, die Urnen im anderen, wörtlichen Sinne zu gebrauchen und unsere in ihnen zu Grabe tragen.

Gute Nacht.

via Spreeblick




Eine eigene Welt

Bei der saumäßigen Kälte da draußen, ist mir gerade Mal aufgefallen, wie angenehm so ein eigenes kleines Universum namens doch sein kann, angenehm temporär - eine ganz kurze Zeit lang… doch wie lange?

Charite bedeutet vom Namen her ja „die Barmherzigkeit“ und so fühlt man sich dann doch endlich auch mal behandelt. Mir graust es alleine bei dem daran, draußen in der nun leider doch wieder viel zu grauen und stürmigen Stadt, in all den Häuserschluchten, zwischen all den grausig dreinblickenden Gestalten herumzuirren und mich irgendwie der automatisiert daherlaufenden Masse anzugleichen.

“Hier ist es schön, 365 Tage im Jahr die gleiche exakte Temperatur, man kommt im Dunkeln, man geht im Dunkeln. In den langen Fluren kann man sich gar gänzlich verlieren, jedem Bezug zu Raum und Zeit verlustig werden und einfach nur ein Teil dieses einnehmenden Gebäudes werden. Man lebt, man denkt, isst manchmal, hetzt und pflegt, heilt und gedeiht hier, egal was draußen auch kommen mag. ”

Einige der hier rumlaufenden Menschen scheinen tatsächlich so zu denken, so eingenommen zu sein. Ein eigener kleiner Kosmos, in dem man schnell wie in einem schwarzen Loch untergehen und sich nicht mehr losreißen kann…

Ich wehre mich, schaffe es immer wieder mich zu entreißen, meiner Liebe, meinen Freunde und meinen Freuden außerhalb einen höheren Stellenwert zu geben. Frei zu sein und sich doch zu freuen, hier endlich am Abend wieder raus zukommen…

Doch wie lange noch? Kann man das Ewig schaffen? Sicherlich muss man sich zuerst überlegen, ob man überhaupt eine lange Zeit in solch einem Paralleluniversum existieren möchte. Ich wohl nicht, denn irgendwann verliert jeder den Halt unter den wackelnden Füßen und wird unweigerlich mitgerissen…

Man braucht Alternativen. Ein kleineres, peripheres Haus, weniger Stress, weniger Sog. Nicht schön zu sehen, wie die Menschen hier verbraucht werden, immer fertiger Aussehen und sich nichtmal drüber aufregen!




Hallo Angela

ich freue mich sehr, einmal direkt zu Ihnen sprechen zu können. Ich denke, Sie dürften für mein Anliegen genau die richtige Person sein, als Oberste des Landes sozusagen.

Liebe Frau Kanzlerin, sie haben da Leute bei sich in Ihrer Regierung, die gerade eine sehr gefährliche Idee der amerikanischen Regierung, meines Freundes , übernehmen und fleißig umsetzen. Ich werde jetzt einfach mal Klartext mit Ihnen sprechen, werte Frau Kanzlerin:

Das moderne 2.0?!

Ich könnte täglich ausrasten, wenn ich sehe, was hier zur Zeit in unserem Lande passiert. Da dürfen wir zum Beispiel zusehen wie ihr Kabinett schön nach amerikanischen “Patriot Act”-Vorbild erst Angst schürt - Angst vor Terror, Angst vor dem Peak Oil , Angst vor der Vogelgrippe und Angst vor dem Gammelfleisch, um anschließend mal ganz fix das Grundprinzip der leichter untergraben zu können. Schließlich kommt das ja dem Neoliberalismus à l’ américaine sehr entgegen. Sicher, eins muss man all den schlauen Köpfchen ja zugestehen, nämlich ihre ganz große Leistung, endlich eingesehen zu haben, dass es mit der Kimaverschmutzung und dem sinnlosen Verbraten unserer Ressourcen nicht ewig wird weitergehen können.

In den Achtzigern sind die Krawalle des ersten “ Ersten Mai ” schon wegen der damaligen Volkszählung entstanden, dass wissen wir alle - und was ist heute?

Dem Rechtsausschuss des Bundesrates geht der vom Bundestag vor zwei Wochen beschlossene Gesetzesentwurf zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung nicht weit genug. Vor allem bei den Bestimmungen zum Zugriff auf die demnach sechs Monate verdachtsunabhängig aufzubewahrenden Verbindungsdaten, die das Parlament bereits deutlich gegenüber den EU-Vorgaben zur Vorratsdatenspeicherung ausdehnte, sieht das federführende Gremium der Länderkammer noch Korrekturbedarf. So sollen die Länderchefs bei der Plenarsitzung am kommenden Freitag eine Entschließung (PDF-Datei) fassen, wonach auch Rechteinhabern zur zivilrechtlichen Verfolgung etwa von Urheberrechtsverletzungen Zugang zu den Datenbergen zu gewähren ist.

Heute schauen wir, die Bürger Ihres Landes, einfach nur zu, wie die eines jeden Bürgers zu Grabe getragen werden. Eine schöne “Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung” haben sie da beschlossen - hört sich auch richtig gut an der Name! Und nun bekommen Stück für Stück immer mehr Institutionen gleich auch den Schlüssel für den ach so sicheren Tresor, in dem unsere Telefonate, Emails und sonstige moderne Austausche liegen.

Kotzen könnte ich… Frau Kanzlerin, kotzen könnte ich!

heise.de , entdeckt bei Jeriko