Tag Archiv f�r 'Jugend'

Oh bitte!

Sehr geehrte Popperjugendgemeinde,

Ich halte es nicht mehr aus, Ihr beleidigt meine Augen, meine Ohren und meine Nase. Es ist erbärmlich, es ist schandhaft Euch zusehen zu müssen.

Eure Bewegung ist ja nun schon ganz schön alt, nur dass mir die echten „Popper“ aus den Achtzigern nicht so penetrant aufgefallen sind! Früher haben die viel Kohle für Markenklamotten und all den Scheiß auf der Welt zum Fenster rausgeworfen und gaben sich bewusst unpolitisch – gut, so war das nun mal; aber Ihr heute?!

Wie ihr ausseht! Man; das macht Krebs an der Haut, wenn Ihr eure halbfertigen aber trotzdem schon aufgepumpten Körper jeden Tag in die Kabelkaribik knallt – schwarze Melanome und die machen Euch dann fertig – ganz ehrlich!

Dann Eure Hosen! Jungens alter! Nehmt die bekackte Hose endlich wieder aus den Socken! Das läuft so nicht, nein, das sieht nicht toll aus. Nein, die Frauen stehen auch nicht drauf! Bitte nehmt sie einfach wieder raus aus den weißen Tennissocken (die Ihr auch mal weglassen könntet!).

Dann oben. OMFG! Neun Millimeter Haare brauchen KEINE ganze Tube Gel jeden Morgen! Nein! Und Hallo? Warum setzt Ihr euch danach diese beschränkten Cappies nicht mal richtig auf die Bratze, um wenigstens Eure triefenden Haare zu verstecken? Nein, da wird das Ding mal schön auf halb acht vorsichtig auf die Lord Helmchen Birne kredenzt…

Dann die Kopfhörer? Hallo? Wem bringt es etwas, wenn Ihr Eure Kopfhörer Euren einen Kopfhörer fünfmal um die Ohrmuschel wickelt und ihn VOR dem Gehörgang drapiert? Ihr wollt mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass ihr euer Gehör schützen wollt vor der schlechten Mucke!

Ach, und wo wir schon mal bei den Ohren sind – ist Euch mal aufgefallen das selbst euer Metrofussballstar nicht mehr diese völlig übertriebenen Klunkerprotzgeräte in seinen Ohrlöchern trägt? Warum checkt ihr das nicht selbst mal und nehmt die Ein Euro Geräte einfach wieder raus? Vergoldet euch von mir aus die Zähne oder so!

Und die Jacken – Oh man – da muss doch nicht bei Euch allen das gleiche hinten draufstehen! Steht ihr auf diesen Individualitätsverlust?

So und nun noch kurz zu meiner Nase – verdammte Scheiße – es riecht nicht gut! Die Menge macht das Gift – hat Euch das nie jemand verklickert? Wer nach drei Sprühern immer noch am stinken ist, bei dem hilft auch keine ganze Flasche damn! Sie macht es nur schlimmer!

Versucht mal was echt neues. Seid mal Ihr selbst, so ganz alleine, versucht mal was eigenes. Pulli statt Hose untenrum oder so, wenn ihr unbedingt auffallen müsst. Schade, eine ganze Generation an Gleichgeschalteten, die alle gleich aussehen und gleich riechen…



Tipps für Bahnbeschaller

Jungens, ich kann es nur immer wieder betonen, ich weiß, nein wir alle wissen bereits, dass ihr die Geilsten seit, also lasst das doch einfach sein mit der Bahnbeschallung.

Langsam kommt es ja wieder aus der Mode mit seinem Handy auf Lautsprecherbetrieb, den Gangster zu markieren. Vielleicht kommt es ihnen peinlich nicht mehr cool genug vor. Die moderne Jungend steht wieder auf die harten Sachen, back to the roots and entering the world of pain ist jetzt gefragt – gute muss halt wehtun!

Die alten Zeiten kommen zurück, einfach mal flux die Kopfhörer bis Meppen aufdrehen und sich selbst nen kleines bisschen das Trommelfell fetzen. Och egal, wer cool sein will, muss ja schließlich leiden. Die Snare übersteigt bei jedem Schlag deutlich die Schmerzgrenze der Nachwuchsgangster – man sieht es an ihrem nervösen Liedzucken bei jedem Schlag. Aber hart im nehmen sind sie. Bloß nichts anmerken lassen und sobald der erste Blick die Geilheit in Person fixiert, kommt die lässig einstudierte Performance – Hand in die Tasche, den 300€ Player schnell in die Hand geworfen und gemütlich nochmal um 30dB lauter aufgedreht. Dabei frag ich mich – es muss doch auch anders gehen…

Exklusiv nur für euch habe ich mir zwei Lösungsansätze überlegt.

Zuerst einmal die billige Variante: Klebt doch einfach mit Sekundenkleber die Innenseite der Kopfhörer zu. Dadurch entsteht ja eine künstliche Wand für die Schallwellen, sie prallen ab und werden zurückgeschickt – also hier nach außen gedrückt. Ich weiß, die Kopfhörer sind wahrscheinlich nach zehn Minuten im A*** und ihr hört nichts mehr von der Mucke, aber hey, dabei sein ist alles.

Als zweites kommt etwas noch nie da Gewesenes. Ich hoffe Steve Jobs, Bill Gates, die Leute von Archos und all den anderen Player hören jetzt zu. Man sollte einen Anheftbaren und Flexiblen Monitor, den man auf die Brust am T-Shirt befestigen kann, bauen, der dann jeweils den aktuellen Track so anzeigt, dass jeder es lesen kann.

Mit dieser Erfindung wären alle Probleme vorüber – Ihr hättet wieder ein neues Hippgerät, die Hersteller könnten euch erneut 500€ aus der Tasche ziehen und eure Ohren freuen sich auch noch. Und die Mitreisenden erst – wie gut kommt das Berliner Fenster in der U-Bahn an? Ihr würdet wirklich einmal die Geilsten sein!




Die Jugend…

(oh ja diese superschlechte Zeichnung ist von mir)

Kiddies, wir müssen uns mal unterhalten. Ich mache mir langsam echt Sorgen um euch. Und damit meine ich wirkliche Sorgen!

Mädels, wir fangen mal ganz aller Knigge bei euch an. Knigge, das ist so ein Buch mit dem Titel „Über den Umgang mit Menschen“. Ein Buch ist eine Sammlung ausgedruckter Artikel, Geschichten und Meinungen, die es mehr oder weniger verdient haben, für die Ewigkeit und nicht nur für das schnelllebige Internet konzipiert zu sein. Ein Buch kann man lesen. Ja lesen, einfach nur lesen. Ein Buch hat keinen RSS Reader und keinen , man muss sich hinsetzen und Zeit mit ihm verbringen.

So, nun aber zum Wesentlichen.

Mädels, ihr müsst nicht mit zwölf bereits den Männern auf der Straße den Kopf verdrehen, nein, es gehört auch nicht zum erfüllten Leben einer Frischmenstruierenden, bereits sieben Tage nach Eintritt der ersten Regelblutung mit dem nächstbesten und zweifelsfrei saucoolen Gangster im Bett all das auszutesten, wofür andere Menschen ihr ganzes brauchen.

Willst Du mehr? ‘Die Jugend…’