Tag Archiv f�r 'Reisen'

Mitbringsel aus Frankreich


       
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Da hatte ich doch schon fast vergessen, dass wir euch ja aus etwas mitgebracht haben. Wein, Käse, Salami, Kekse und eine wunderschöne Aussicht nebst “Geheimtipp” für ein Wanderziel in den .

Hier gehts zu einer Stelle, wo oberhalb einer kleinen Stadt, Ribeauvillé , drei recht gut erhaltene Burgruinen im Wald liegen - Traumaussicht und eine schöne Tour!

Das Baguette ist selbstverständlich nur für LennyundKarl :D



Wech…

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Jungs und Mädels, werte Kollegen, liebe Patienten und wer auch immer hier sonst so vorbeischaut.

Ich kacke meinen Poffer und bin dann mal ! Wir sehen uns am Dienstag, ein schickes Wochenende, viel Sonnenschein und Trallala. Herr Timo meldet sich ab, fährt zu den Franzosen und sendet einen dicken Schmatz an die liebe Katzensitterin, die die Freaks versorgt - ein Dankeschön und allen anderen vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Schade, dass mein Moblogging einfach nicht kostenminimiert funktionieren will und ich somit leider keine SMS to Twitter Berichte aus der liefern kann

P.s. ist sie nicht saulecker, die Tasche :D




Die Tchibo Reise

Hmm… ich hab ein Problem. Nun gut, kein wirklich gravierendes Problem, nur so ein Kleines. Ich bin stolzer Besitzer eines Tchibo Tickets. Naja, also genauer gesagt, ist es noch ein halbes Ticket.

Mit den Tchibo Tickets kann man für 58 Euronen zwei Fahrten antreten egal, wo man startet und wo man auch immer in Deutschland hin möchte.

Ja und eine dieser Fahrten hab ich schon hinter mir - jetzt bleibt noch eine über…

“Cool, fahr doch einfach in irgendeine Stadt” höre ich euch rufen. Yes, leckere Idee, wenn da nicht die Rückfahrt zu bezahlen wäre, worauf mein Konto und ich momentan keinen Bock haben.

Was soll ich machen? Gibt es einen Doppelgänger, der denselben Namen trägt und nen Zugticket oneway braucht? Oder fährt jemand von euch zufällig am nächsten Wochenende von irgendwo nach Berlin und nimmt mich kostenlos mit *g*?

Ich bin ratlos Kollegen…




Reisen mit der City Nightline

Um 21.30h rollt das blaue Ungetüm pünktlich und laut schnaubend in den Bahnhof Zoo ein. Ja der Zoo, einiges hat sich verändert. Nicht nur die Tatsache, dass nun schon seit mehreren Jahren die „Ich-schau-mir-mal-nen-paar-Junkies-an Terroristen Touristen“ unverrichteter Dinge und enttäuscht von ihrem Bahnhof Zoo zurückkehren und nun verzweifelt nach einer Ausweichattraktion suchen müssen. „Scheiße, keine Spritzen in den Armen, keine Assis, die sich anpöbeln, keine Messerstechereien“ motzen sie in Scharen – liebe Leudde, geht nach Kreuzberg währe eine passende Antwort! Nein, nachdem er auch noch vom Hauptfernverkehrsnetz abgeklemmt wurde, ist es noch mal eine Nummer ruhiger geworden.

Innen ist es bereits still, zwei der Mitreisenden haben bereits ihren Spaceschalensitz in die Waagerechte positioniert und strafen den total verstrahlten, weil mal wieder viel zu spät in die Gänge gekommenen, Herrn Timo mit ihren vernichtenden Blicken, als ich stümperhaft meinen Rucksack gegen jede nur erdenkliche Stelle des Wagens ramme. Sitzen – eine Wohltat – endlich, zehn Stunden absolute Stille und Entspannung, erstmal ne Kippe zum runterkommen. Nur wo? Wo? Wo zur bekackten Axt sind ihr die Aschenbecher, verdammte Scheiße?

Der Ticketknipser kommt freundlich grinsend herein und will meine Papiere sehen. Klar Keule hier hast Du. „Äm, wo bitte ist denn hier das Raucherabteil? Ich dachte ich hätte einen Platz in Selbigen reserviert?!“ „Rauchen?“ grinst mich das Gesicht an, „Rauchen gibt’s hier leider nur im Boardbistro, einfach den Gang hinunter“ Danke Herr Vogel, war mir klar, dass ich nicht den Aufzug nehmen muss. 100 Euronen und dann noch nicht mal am Platz rauchen, na das fängt ja gut an! Also quetsche ich mich wieder aus meinem Schalensitz heraus und, genau, bleibe erstmal gepflegt an meinem Rucksack hängen, um mich richtig lecker zu maulen. Die Reaktion meiner schlafenden Kollegen – auch selbstverständlich - böse Blicke!

Durch die Gänge geschlendert und zack im Bistro eingefunden. Laute Salsamucke und viele Menschen, die sich gemütlich bei Bier und Wein die Zeit vertreiben. Weizen beordert und endlich mal bequem hingesetzt ohne die Angst vielleicht zu laut zu atmen. Und tatsächlich, die Entspannung erhält augenblicklich Einzug in meinen Körper. Lecker, gemütlich, gut nicht wirklich schöne Musik, aber ein Stück suggeriert sie ja.

Draußen fliegt die Landschaft am Fenster vorüber und meine Gedanken fangen an, sich vor Freude auf Frau Jane zu überschlagen, fünf Tage Entspannung und Zweisamkeit.

Um eins beschließe ich nu auch mal die Schlafwanne zu testen und begebe mich zurück in mein Abteil. Auf dem Weg wird gerade ein laut motzender wohl Russe vom BGS aus dem Zug komplimentiert, weil er wohl fälschlicherweise davon ausgegangen war, dass die Reise mit dem Nachtzug kostenlos sei. Schon beeindruckend, wie weit ein Besoffener seinen Koffer durch den Bahnsteig schleudern kann!

Viel zu laut finde ich mich weder auf meinem Schlafsessel ein, öffne meinen Wein, wende mich meinem Hörspiel zu und entgleite in die Welt der Träume – eine schöne Erfahrung mit dem Nachtzug.

Knapp elf Stunden später und nicht wirklich erholt findet sich der Herr Timo auf dem Straßburger Hauptbahnhof wieder. Die Sonne geht auf und meine Freude wächst, rein in den Zug zum Ziel und mal großzügig auf das Lösen des Tickets verzichtet – ich hab ja schließlich schon genug bezahlt. Die Tür am Ende des Wagens geht auf, herein kommt der Schaffner und… geht an mir freundlich lächelnd vorbei.

“Timo Du geile Sau hast es echt geschafft, Dich vor dem Bezahlen zu drücken”, schießt es mir durch den Kopf. Doch leider zu früh gefreut, zwei Minuten später steht er vor mir und schaut mich erwartungsvoll an. “Ok, Plan B und cool bleiben”, denke ich mir und zücke mein Ticket von Berlin nach Straßburg, unterstützt durch ein breites Grinsen. Er nimmt es an sich, schaut drauf und dann mir in die Augen. „Ne, Kollege, so nicht!“ versucht er mir auf Französisch zu erklären.

Nach weiteren zwei Minuten haben wir dann auch unsere Sprachbarriere überwunden und ich versuche ihm in meiner Muttersprache zu erklären, dass seine deutschen Kollegen mir angeblich gesagt hätten, dass das schon klarginge mit dem Ticket, von wegen Zonensystem und so.

Schade – wenigstens hat er sich von vierzig auf zehn Euro Strafe runterhandeln lassen und ich konnte endlich mein sauschönes Wochenende im Elsass genießen…

Wenn die Strecke doch bloß nicht so lang wäre!




Strassburg - Berlin

14.57h
Sechs Stunden und 37 Minuten liegen nun vor mir. Den ganzen Tag im Zug sitzen. Fünf Tage liegen hinter mir. Komisches Volk. Komisches Gefühl. Komische Sprache! Eine witzige Situation, allein unter Menschen, die man nicht zu verstehen in der Lage ist. Rechts von mir liegt der Schwarzwald. Hätte ihn mir nicht so hoch vorgestellt…

Vor dem Fenster mit den Bergen liegen Baguette, Salami, Camembert, Schoki und Orangina. Im Kopf die Foo Fighters – wie immer. Ob die sieben Minuten zum Umsteigen in Karlsruhe ausreichen werden? Die Bahn, wird die schon weg sein???

Die Ringe an meinen Händen erinnern an Sie. Alles erinnert an Sie! Teil meines Lebens, meiner Luft, die ich zum Leben brauche. Sieben Monate – auch die werden geschafft!

15.34h
Baden-Baden – Schlicht, Grenzkontolleure, die die französischen Mitreisenden nach ihrem Ausweis fragen, rechts immer noch der Schwarzwald. Die Kanadierinnen neben mir quatschen lauter als die Beatsteaks rocken können. Schon witzig, man kann die Franzosen allein am Aussehen erkennen – sehen halt aus wie Franzosen! Teures Land, teure Kippen, teures Essen, trotzdem lecker! Der Wein…

Ein gelassenes Leben, kaum Hektik. Alles wirkt langsamer, gechilled. Nur eine komische Sprache, aber wundervoll, besonders wenn Sie sie spricht. Sentimentalität versus Selbstkontrolle. Reiß Dich zusammen Keule!

16.01h
Karlsruhe – gut, reicht also auch eine Minute zum Umsteigen Ein nagelneuer ICE, Wagen eins, Platz 81. Mein Fensterplatz ist ohne Fenster, dafür mit dicker grauer Säule. Vielleicht, wenn ich den Sitz ganz nach hinten… ja, zwei Zentimeter Sicht. Franzosen im Wagen – Sie fehlt…

16.23h
Mannheim – In der Bahnzeitung habe ich gerade erfahren, dass Web.de, GMX und 1und1 zu einer Firma gehören. Am Tisch gegenüber wird ein Platz frei – Schön! Dachte sich allerdings auch der Typ hinter mir. Er schlägt einen Münzwurf vor – er Zahl, ich Kopf… ist viel schöner hier am Tisch.

17.00h
Victor Wooten versorgt mich mit jazziger Untermahlung, während die Schweizer Assi-Hip-Hop Kiddies ihre Eier durch tragbare Boxen aufpusten. Genervte Gesichter ringsum. Strahlender Sonnenschein und Industrie auf der anderen Seite des Fensters.

17.05h
Durch die Baumwipfel ist die Finanzskyline kurz aufgeblitzt, doch zunächst nur Schrebergärten. Mir gegenüber ein freundlicher, rauchender Boxer mit Steristrip auf dem Nasenbein. Seine Arme erinnern an meine Oberschenkel. Fluss Nummer zwei am heutigen Tag war dann wohl der Main. Beeindruckende Stadt. Im Wagen ertönen die 80’s.

Kann mir jemand mal bitte erklären, warum wir jetzt auf einmal in die andere Richtung fahren? Ich meine, ich möchte ja schon ganz gerne zurück… aber Hallo? Ich werd mir das wohl später mal auf der Karte ansehen müssen…

Der Boxer, ist Türke und aus Berlin, ein Netter, bat mir eine Zigarette an, derweil er mir erklärte, dass der Richtungswechsel normal sei. Sie fehlt!

Muss übelst geblutet haben, seine Nase. Auch ein paar Zähne scheinen locker zu sein, nicht schön! Noch drei Stunden bis… Buffalo J

Ich brauche langsam einen Anspitzer. Franzosen zur orange werdenden Sonne – the virgin suicides. Melancholie im Bauch – kommt wohl von Chole, die Galle – Humoralpathologie… die drei Säfte… Durst… ich liebe Orangina. Sie fehlt!

17.40h
Dj Kicks – Thievery Corporation.
Der Autohändler im gestreiften Hemd will wohl einen neuen Wagen abholen. Die Werbung für seine Homepage erspare ich mir jetzt. Schöne Gegend hinter Frankfurt! Eigentlich sollte man mal versuchen, ohne Fahrschein zu fahren. Freundlich genickt auf die Frage des Schaffners und zack… Geld gespart. Vielleicht beim nächsten mal…

17.50h
Thomas war gerade am Telefon, das Nadelstreifenhemd schafft es leider heute nicht mehr, sich das Auto anzuschauen. Warum er bloß so nervös wird, wenn man ihn beobachtet? Er gibt sich männlich, breitbeinig und lässig auf eines seiner Knie gestützt. Ich liebe Bahnfahren.

18.00h
Schaffnerwechsel – beim nächsten Mal also doch auch wieder mit Ticket, wäre auch zu schön gewesen. Wieder die Franzosen im Ohr, The Vagabond – passend.

( Meine Kater haben anscheinend noch nie eine Mundharmonika gehört – sehr geil wie sie gerade beim abtippen abgehen :P)


18.15h
Fulda – welcher Volltorsten beschmeißt denn bitte den ICE mit Steinen und schafft auch noch die Scheibe??? Danke Du Assi!

21.53h
Fast eine halbe Stunde Verspätung – Berlin Main Station! Müde, kaputt, einhundert Seiten später im Buch, ein Hörspiel, Baguette – die Leute reagieren interessant, wenn man sein Messer aus der Tasche zieht . Brauche Schlaf, ein Glas Wein vorweg – sie fehlt!



Die Ostsee

Wäre Herr Timo nicht Herr Timo und würde somit nur einen einzigen Satz für die Beschreibung des Osterkurzurlaubes benötigen, würde der Leser an dieser Stelle zwei Worte zu lesen bekommen: Schön war’s.

Da Herr Timo aber Herr Timo ist und folglich nicht mit zwei Worten auskommen möchte, gibt es nun ein wenig mehr zu beschreiben:

Willst Du mehr? ‘Die Ostsee’