Tag Archiv f�r 'Studium'

Ohne Spass…

Wollt ihr mal nen Tipp, wie man sich nen Samstagnachmittag mal so richtig versauen kann? Ganz einfach:

Man nehme ein Pharmakologiebuch und beschließe mal “kurz” die Antibiotika alle mal fix zu wiederholen, damit man in seinem Examen nächsten Monat mal nicht ganz hilflos dasteht… ES GIBT NICHTS SCHLECHTERES!



Schizophrenie

Definitionsgemäß stammt dieser Begriff ja aus dem altgriechischem und besteht aus zwei Teilen, “schizo” für gespalten und “phren” was für die Seele steht.

Ihr alle kennt sicherlich die Erklärung, die Definition dieser Erkrankung. Was es bedeutet, wenn ein Patient unter dieser nicht schönen Krankheit zu leiden hat. Darum soll es jetzt auch gar nicht gehen.

Vielmehr muss ich mich mal wieder selbst ermahnen und disziplinieren, all die weil es nun ja auch nur noch 2 (in Worten: ZWEI!) Monate bis zu meinem Staatsexamen der Humanmedizin sind. Von allen Seiten höre ich tagtäglich die zufriedenen Strebkühe Kommilitonen, die schon so gut wie fertig mit sind und bin zum ersten Mal in meinem Leben sogar ein ganz ganz kleines bisschen eifersüchtig - bullshit, wird auch so, oder auch nicht?!

Genau dieser Zwiespalt, zwischen morgens um acht am Schreibtisch sitzen und bis abends in eins durchzuhämmern auf der einen und dem chillen, “Elli Stone” anschaun, Bloggen, Rumsurfen, Fahrradfahren, Laufen, Schlafen, Essen, Quatschen, Telefonieren und Musik hören auf der anderen Seite. Das schlechte Gewissen, wenn man einen Tag lang nicht wirklich effektiv war, eventuell sogar weil man am Abend zuvor den Wein oder das Bierchen einfach mal viel zu lecker gefunden hat.

Das, Jungs und Mädels ist meine Form von Schizophrenie und die ist ganz schön schlauchend, anstrengend. In einem Moment sitzt man völlig konzentriert über den Therapieoptionen eines Magenkarzinoms und dann… hey da draußen fliegt ja ein Vog…. hab ich neue emai…. was hat denn eigentlich dfusion zu erz… gibts neue muck… ich glaube ich leide an A.D… ich muss weg…




Schlafinfos I

Bei einem bestimmten Narkosemittel werden einige (vornehmlich männliche) Patienten “sexuell enthemmt” schlafen dann ein, driften in echt gute Träume ab und wachen anschließend auf, um sich als erstes wie ein kleines Kind die Nase zu reiben. Dazu lallen sie verpeiltes Zeug…

Wirklich ein interessanter der Job :)




Einschlafen

In den letzten Wochen habe ich täglich vor Augen geführt bekommen, was Angst in den Augen der Menschen bedeutet und wie sie aussieht!

Im Gegensatz zu der chirurgischen Seite in den OPs sehen die Schlafdoktoren die Patienten ja noch wach, logisch. Wach bedeutet in diesem Falle, noch voll mit allen Ängsten, der Ungewissheit, dem Ausgeliefertsein, dem Unbehagen, der Aufgeregtheit, dem Schwitzen.

Für viele ist es das erste Mal. Das erste Mal in dem grellen Licht, der klimatisierten Luft, zwischen den gekachelten Wänden. Das erste Mal inmitten all dieser maskenbehangenen Menschen, blau oder grün bekleidet, alle gleich, kühl und steril. Mann wird unmündig auf einer Trage durch die langen Flure geschoben, nur mit einer dünnen Decke und einem noch dünneren Nachthemd bekleidet. Der Körper wird durch Gurte in seiner Position gehalten und ausgeliefert an die Schlafdoktoren…

Willst Du mehr? ‘Einschlafen’




Dr. Schlaf

Abstruses Leben als “Schlafdoktor”. Man könnte diese Gattung Mediziner auch Pharmajongleure nennen, denn das ist es, was die Damen und Herren der guten Träume beherrschen!

Anästhesie ist zwar viel mehr als nur das bloße “Menschen schlafen schicken” aber genau das ist es, was fasziniert. Eben redet ein Patient noch völlig aufgeweckt und klar mit Dir, dann zack kurz ein Opioid, ein Hypnotikum und er vergisst zu atmen. Das geht so dermaßen schnell!

Vielleicht finde ich in den nächsten Tagen Gelegenheit ein paar Einzelheiten zu berichten, nur eins sei schon mal gesagt: es ist auch sehr interessant auf der anderen Seite des sterilen Tuches zu stehen!




Das erste Drittel

Man man, das ging echt schnell. Ein drittel des praktischen Jahres geht heute vorbei und ab Montag kommt der Wechsel aus der Unfallchirurgie in die Innere .
War wirklich eindrucksvoll und praegend diese Zeit im Op! Knochen, Knochen ind nochmals Knochen haben mich begleitet und mir gezeigt, dass ich hoechstwahrscheinlich hier bleiben moechte!
Bin gespannt wo es Montag hingehen wird… Vielleicht bleibt auch etwas mehr Zeit fuer diesen Spass hier :) stay tuned



Mein Job

Mein Job… ist er der richtige für mich???

Seit vier Wochen bin ich nun der vom Dienst und ich tue es eigentlich sau gerne.  Der Umgang mit den Patienten, die Op’s, die Kollegen,gut die Chefes nicht so hundert prozentig - aber eigentlich stimmt es alles soweit.

Macht Spass? Jupp, es erfüllt, nur leider auch ein bisschen sehr viel und dolle. Die normale Arbeitszeit ist von kurz vor Sieben bis um Fünf, die meißten Docs gehen nicht vor sechs - und das jeden verkackten Tag in der Woche. In der Unfallchirurgie gibt es keine festen Zeiten, keine Zeiten für Pasuen, Essen und auch keine feste Zeit für einen Feierabend und die Familie, Freunde oder auch einfach mal ne Mütze voll Schlaf.

Um acht aufs Sofa, Essen, schlafen… um fünf wieder raus und ab in den Op. Jungens und Mädels - ihr habt meine Hochachtung, ihr seid mal Helden. Nur weiß ich nicht, ob auch ich so einer werden möchte und kann…

Zweimal krank in vier Wochen, Klimaanlagenarschloch ist schuld, ich bin müde und sehe scheiße aus, mein Nebenjob hat mich seid Wochen nicht gesehen, ich denke an Bildungskredite und Schlaf. Schlaf, schlafen ist so was schönes. Musik hören, chillen, abgammeln, Bierchen trinken und einfach mal wieder den ganzen Tag vor dem Monitor durch das Dorf surfen.

Ich muss mich echt noch dran gewöhnen…




Anzüge

Komisches Gefühl, wenn drei Pjler von irgendeinem Typen vor der Klinik angequatscht werden und er uns ernsthaft fragt: “Tschuldigung, wo kann man diese medizinische Anzüge kaufen?”  :idea:




Wieder was gelernt

Am Freitag konnte ich beim operieren Haken halten wieder einmal zwei Weisheiten fürs Leben dazu :

  1. Halte Deinen Finger nicht genau dorthin, wo der Operateur gerade mit nem einser Faden und einer Riesennadel eine Naht macht.
  2. Beim stumpfen Mobilisieren der Haut sollte man nicht abrutschen und sich von der Stirn bis unter sterilen Kittel mit einer leckeren Mischung aus Blut und Eiter vollklatschen - erzeugt Brechreiz und den unwiderstehlichen Drang sich mit den sterilen Handschuhen ins Gesicht zu packen und die warme Flüssigkeit abzuwischen.



Fixateur externe

Oh man, ich habe gerade zum ersten Mal einen Fixateur externe aus dem Bein rausgeschraubt…

Ein Fixateur externe ist eine Metallkonstruktion , die einem Bruch an einer Extremität durch (fast) feste Verschraubung mit dem Knochen Ruhe geben soll. In der Regel, bis sich Entzündungen, Schwellungen oder sonstige negative Faktoren verbessert haben und man anschließend dem Knochen durch eine Osteosynthese wieder zur Heilung verhelfen kann.

Komisches Gefühl mit nem elfer und siebener Schraubenschlüssel an das Bein eines Patienten zu gehen, um dort sechs Schrauben aus dem Schienbein und dem Fuß zu schrauben!




Drei Dinge

In den letzten 2,5 Stunden habe ich schon wieder drei wichtige Dinge für mein Leben auf Station dazu dürfen:

  1. Auch mit 2,5 Stunden Schlaf kann man durchalten (also bis jetzt schonmal)
  2. Eine CT Anforderung sollte man nicht auf einen Röntgenschein ausstellen.
  3. Bevor man Rohrpost quer durch das Haus bombt sollte man doch besser ein Ziel eingeben…

Mal sehen, was der Tag noch so alles hergeben wird  :mrgreen:




Viel passiert…

So fix vergeht die Zeit. Erst die Klausuren, dann das bangen… es hieß zuerst, dass der feine Herr, mal gepflegt einpacken und abkacken kann, weil er mal fleissig wie ein Specht am Baum die zerhackt hat.

Dann hatte der nun PiJay doch noch mal mehr als Schwein und die Bestehensgrenze wurde herabgesetzt - TSCHAKKAAAA

Keine Klausuren mehr, keine langweiligen Kurse mehr und endlich mal den ganzen Tag in der Klinik ohne Ausschlafen und Alkohol  :wink:

Ach und im Urlaub, ja da waren wir auch noch. Im sächsischen Elbsandsteingebirge - Sauschön - NACHMACHBEFEHL! Diese Landschaft und das mitten hier in unserem Lande… aber dazu später mehr. Ich verrate nur schonmal, dass unser “Nazicounter” nur auf vier innerhalb einer Woche gerutscht ist - find ich gut…

Ich muss mich die Tage noch ein wenig ans Aufstehen gewöhnen und bemühe mich dann endlich wieder ein paar freie Minuten am Tag hier in der Klinik, mit all ihren Stars und Sternchen freizuschaufeln.

Ich habs echt geschafft… bis spedder




Ich hasse…

warten! Warten ist mal so ziemlich das Bescheidenste, was einem passieren kann. Ich dreh am Rad, hacke am Kreuz, raste aus, geh kaputt…

Eigentlich müssten die ja nur eine einzige korrigieren - würde mir reichen. Bitte! Macht doch mal hin, ich will noch vor dem Wochenende wissen, ob ich ein halbes Jahr Zwangspause einlegen muss oder einfach locker ins Praktische Jahr kann. Sorry, ich weiß, ich schreibe momentan nur darüber - liegt vielleicht daran, dass ich nicht sechs Monate warten möchte.

Ich melde mich, wenn ich Bescheid weiß…




Drücken

Bitte, drückt allet wat ihr habt, Daumen, Hände, euch gegenseitig, die Brüste der Ladies , Füße, Kaffeetassen, Tasten auf der Tastatur, die Brüste der Frauen , die Maustasten - einfach alles, was geht.

Nur noch eine , eine letzte, die ich gleich rocken muss, dann wars das! Die letzte! Dann kommt das Praktische Jahr und die trockene Theoriezeit hat endlich ein Ende.

Das muss gerockt werden…




Noch ein einziger Tag

… dann habe ich endlich zwei drei! Wochen frei  :grin:




Bildung für Zwischendurch

Wusstet ihr, dass mehr als 50% der Weltbevölkerung eine Laktoseintoleranz haben? Ich wußte ja, dass es viele sind aber so viele?! Krass, die kommen nicht in den unbeschwerten Genuss, einfach mal so nen halben Liter Milch zu trinken… In Südostasien und China sind es über 90% der Bevölkerung… nur mal so am Rande erwähnt!

Merkt es euch, es wird eines Tages mal sehr wichtig für euch sein.




Ende

Nein, nicht hier. Aber da , so fast. Ein komisches Gefühl, keine Kurse mehr. Nie wieder zu den Stationsschwestern gehen und dieses vorsichtige, zurückhaltende “Entschuldigung, wo findet denn der Studentenuntericht heute statt?”

Irgendwie ist es noch nicht richtig in meinem Kopf angekommen, ok, ich muss noch eine nachschreiben, weil… ja weil eben… aber dann gehts los mit dem Praktischen Jahr. Zehn theoretische Semester liegen hinter uns, wir sollten eigentlich alles wissen! Ich bin gespannt, was uns erwarten wird ab 13. August, der Ernst des Lebens…

Am Anfang des Studiums denkt man sich, dass dauert so lange, das hört quasi nicht mehr auf und dann… wie gesagt, ein komisches Gefühl!




Chirurgen

Chirurgen stehen einfach mal viel zu früh auf, finde ich!!! Und das schlimmste daran ist nichtmal, dass sie aufstehen, nein, dass sie die armen Studenten auch morgens um sieben auf die Station zitieren… und das bei einer Stunde Fahrt…




Nicht schön

Es ist Samstag, es ist kurz vor acht und ich darf jetzt in die … suboptimal und irgendwie nicht meinem physiologischen Rhythmus entsprechend.




Kinderheilkunde

Nein, ich werde jetzt nicht wieder anfangen, von noch einer weiteren Fachdisziplin zu schwärmen, wie toll es doch ist und wie gut ich mir vorstellen kann, dort zu arbeiten! Süß sind die kleinen auf der Neonatologie aber wirklich!

Schon cool, so kleine Menschenkinder zu sehen, sie zu versorgen und oft schon mit ein wenig Flüssigkeit viel Gutes zu tun. Werde ich wirklich so viel älter, dass ich jetzt schon empfänglich für so etwas werde? Noch vor einem Jahr hätte ich bei Neugeborenen nur an Schreien, Kotzen und Nerven gedacht… jetzt sehen die Kleinen irgendwie ganz anders aus!

Oh Gott, hoffentlich liest meine arme Frau Mutt das hier nicht und wenn doch: nein! ich will ja noch gar nicht  :mrgreen:




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